Medienmitteilung zur 40. Mitgliederversammlung

  

An der Mitgliederversammlung vom 25. Mai 2010 feierte der Verein "NWA Nie wieder Atomkraftwerke" in Basel seinen 40. Geburtstag.

Nach 19 Jahren trat Ruedi Rechsteiner als Co-Präsident zurück. Zu seinem Nachfolger wurde Beat Jans einstimmig gewählt. Er wird den Verein gemeinsam mit Jürg Stöcklin in die energiepolitisch entscheidende Abstimmung gegen neue Atomkraftwerke führen. Beat Jans, der Ruedi Rechsteiner auch im Nationalrat nachfolgt, ist Agrotechniker und Umweltnaturwissenschaftler. Er war lange Jahre Abteilungsleiter bei Pro Natura und Präsident der SP Basel-Stadt. Ruedi Rechsteiner wird dem Verein weiterhin erhalten bleiben. Er wurde einstimmig als Vizepräsident gewählt. Ebenso einstimmig wurde der NWA-Vorstand in globo bestätigt.

Nach einem Film und einem Referat von Sabine von Stockar von der Schweizerischen Energie-Stiftung über die Atommüllproblematik, verabschiedete die Mitgliederversammlung einhellig eine Resolution zur aktuellen Energiesituation. Darin weist NWA darauf hin, dass der Strombedarf in der Schweiz zu 100% mit erneuerbaren Energien gedeckt werden kann. Deshalb brauchen wir keine Atomkraft mehr.

  

Resolution

An der 40. NWA-Mitgliederversammlung verabschiedeten die 38 Anwesenden einstimmig eine Resolution zuhanden der Medien und der Politik.

Erneut drohen die Verantwortlichen der schweizerischen Atomindustrie mit der Stromlücke. Diese sei nur mit neuen Atomkraftwerken zu schliessen. Der Verein NWA Nie Wieder Atomkraftwerke protestiert gegen diese Angstmacherei, welche den Tatsachen widerspricht.

Die rasante Entwicklung der erneuerbaren Energien in Europa und weltweit zeigt deutlich, dass wir den Strombedarf in der Schweiz zu 100% mit erneuerbaren Energien decken können. Auch wenn bei effizientem Umgang mit Strom der Verbrauch steigen wird, können und müssen wir auf die Atomkraft verzichten. Sie produziert nicht nur im Normalbetrieb risikoreich und umweltschädigend. Sie schafft unlösbare Probleme, zum Beispiel beim Abbau von Uran und bei der Lagerung von Atommüll für die nächsten Millionen Jahre. Die katastrophalen Zustände im deutschen Atommülllager Asse zeigen deutlich die Schwierigkeiten, welche die Atomkraft uns und unzähligen nachfolgenden Generationen aufbürdet.

Wir fordern die Schweizer Politikerinnen und Politiker auf, endlich konsequent die Weichen in eine verantwortungsvolle und lebensbejahende Energiezukunft zu stellen. Wir brauchen keine Atomkraftwerke. Weder alte noch neue. Wir setzen auf einen effizienten und intelligenten Umgang mit dem Strom. Wir setzen auf Wind-, Wasser- und Sonnenenergie und auf die vielen dezentralen Möglichkeiten der erneuerbaren Energieproduktion.

NWA Nie wieder Atomkraftwerke, 25.5.2010

  

  

  

Alptraum Atommüll - Arte-Filmdokumentation


Auf die zunehmende Angst vor den Folgen der Erderwärmung reagieren Industrielle
und manche Politiker mit dem Wundermittel Atomenergie: eine saubere und
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