25.05.09 23:10 |

Nachtrag: "Kein Tschernobyl in Mühleberg"

 

Gegen 500 Leute versammelten sich auf dem Münsterplatz und

erinnerten sich an den Unglückstag in Tschernobyl.

Der 26. April ist ein historischer Tag und sollte niemals vergessen gehen.

Darauf machten auch die verschiedenen Redner an der bunten Veranstaltung

auf dem Münsterplatz aufmerksam.

Besonders beeindruckend und mitreissend war die Rede von Kaspar Schuler,

Co-Geschäftsleiter von Greenpeace Schweiz. Denn in seiner Rede erklärte er,

inwiefern die AKW-Problematik  auch globale Auswirkungen hat, für die

wir Schweizer StromkonsumentInnen - und vor allem Produzenten -

Verantwortung übernehmen müssten. "Global denken, lokal handeln", dieser

oft zitierte Slogan, bleibt gerade beim Thema AKW nur ein Slogan. Dass der

Abbau und Transport vom wichtigsten Rohstoff, der für die Stromproduktion in

AKWs benötigt wird - URAN - zu irreversiblen Schäden führt, davon wird nicht

gesprochen, wenn AXPO, BKW und Co. ihre weisse Weste waschen.

Der Abbau von Uran in von der Schweiz weit entfernten Ländern, führt zur

Zerstörung der wichtigsten Lebensgrundlagen der lokalen Bevölkerung. Durch

den Abbau wird der Boden vergiftet, Berge, die von mythischer und spiritueller

Bedeutung sind, werden abgetragen. Die Havasupai Indianer beispielsweise,

wissen  leider nur zu gut, was das bedeutet...

Und dass schlussendlich der kilometerweite Transport dieses Rohstoffes die

CO2-Bilanz eines AKWs negativ beeinträchtigt, sollte wohl klar.

Wer also weiterhin predigt, dass AKWs umweltfreundlichen und CO2-neutralen

Strom produzieren, ist erstens zynisch, zweitens verantwortungslos und hat

drittens ein komisches Weltbild.

Es wird Zeit, dass wir umdenken und wirklich auf umweltfreundliche und

CO2-neutrale Energieproduktionsformen setzen. Die Energiefrage ist auch eine

globale Frage und wohl einer der wichtigsten gesellschaftlichen Aufgaben für

die Zukunft! Je früher wir den Wechsel anstreben, desto mehr Zeit und Ressourcen - auch finanzielle - bleiben übrig.

Also packen wir es an, YES WE CAN!

 

Links:

Incomindios - Kommentar zur Veranstaltung 

Der Bund - Zeitungsartikel zur Veranstaltung

Der Film zur Veranstaltung - von David Röthlisberger

 

 

 

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