Die Rahmenbewilligungsgesuche der Axpo und BKW –

Eine Frechheit!

 

Am 4. Dezember 2008 haben die Axpo Gruppe und BKW FMB Energie
AG die Rahmenbewilligungsgesuche für neue Atomkraftwerke
in Beznau und Mühleberg eingereicht.
Die NWA (Nie wieder Atomkraftwerke) Bern findet das eine Frechheit.
Wir haben heute 5 AKW auf Schweizer Boden, mit all ihren nach wie
vor ungelösten Problemen:
Endlagerproblematik, Uranabhängigkeit vom Ausland,
Terrorgefahr, unzureichende Haftpflichtversicherung – um nur einige
zu nennen. Nun planen die Stromkonzerne bereits den nächsten
Meiler – ohne der Bevölkerung auch nur ansatzweise erklären zu
können, wie sie alle diese Probleme angehen wollen.

 

 

 

In Zeiten von globaler Terrorgefahr, ist es fahrlässig, ein neues AKW zu

 

bauen. Die Stromkonzerne behaupten gerne, mit einem neuen AKW

 

könne eine sogenannte „Stromlücke“ auf „umweltfreundliche“ Weise

 

umschifft werden. So soll die eine Lücke mit vielen anderen Lücken

 

gestopft werden, beispielsweise mit einer „Entsorgungslücke“ (atomare

 

Abfälle), einer „Energieträgerlücke“ (Uran) und einer

 

„Sicherheitslücke“ (Terrorgefahr, Unfallgefahr). Aber um die

 

Stromversorgung langfristig zu sichern, müssen konsequent

 

erneuerbare Energien und Energieeffizienz gefördert werden. Dafür

 

setzt sich die NWA Bern ein. Wir wollen keine neuen Atomkraftwerke,

 

sondern eine lebenswerte Zukunft! Es ist eine Frechheit, der

 

Allgemeinheit ein weiteres AKW zur Wahrung der eigenen Interessen

 

aufbinden zu wollen! Wir werden uns dagegen wehren und – falls das

 

Gesuch bewilligt wird – zu den ersten gehören, die das Referendum

 

ergreifen.

 

 

Bern, 4.12.2008

 

 

Pressemitteilung als pdf-Datei:

PM_Rahmenbewilligungsgesuch_2008.pdf

 

 

Medienmitteilung der NWA-Bern

Bern, 16. Juli 2008

 

Keine Chance den AKW Verlängerungs- und Neubauplänen: NWA-Bern gegründet!

 

Die Anti-Atom-Bewegung gibt sich in Bern ein formelles Dach. NWA-Bern; Nie Wieder Atomkraftwerke.
 

„Vignettenpflicht für AKW" mit 900 Velos mit ihren Besitzern auf dem Bundesplatz wird ihre erste Aktion sein.
Die Velos sind zusammen gleich hoch haftpflichtversichert wie ein AKW, nämlich 1.8 Mia.
Stattfinden wird die Aktion am 11. September 2008, 17.30h.

Mit den Verlängerungsgelüsten der AKW-Lobby für das Kraftwerk Mühleberg wird die Thematik auch für
die BernerInnen aktuell.

 

Die Gruppierung NWA-Bern ist eine Regionalgruppe der NWA Schweiz, welche sich schon in den 70er Jahren
vor allem in der Nordwestschweiz erfolgreich gegen Kaiseraugst gewehrt hat.

Die erste regionale Sektion, NWA-Bern, besteht aus jungen Menschen, welche nicht noch einmal die Bürde
der AKW auf sich nehmen wollen. Mit dem bisher produzierten Abfall hat die junge Generation bereits ein
„strahlend schönes" Erbe bekommen, welches leider nicht abgelehnt werden kann.

 

Die NWA-Bern macht sich gegen den Bau neuer AKW und gegen den Weiterbetrieb bestehender AKW stark.
Zudem setzt sich NWA für die Förderung erneuerbarer Energien und Energieeffizienz ein. Es kann nicht sein,
dass die Schweiz ein weiteres Jahrhundert einer völlig veralteten Technologie widmet, die weder klimafreundlich
noch erneuerbar ist.

 

Das Argument klimafreundlich zählt nicht

Es kann nicht ein Umweltproblem mit einem anderen ausgetauscht werden. Die junge Generation will nicht
zwischen einer erhitzten und einer verstrahlten Erde wählen. Sie will zwischen einer sauberen und einer
schmutzigen Energie wählen, und diese Wahl ist klar!

 

Ungelöstes Abfallproblem

Die Schweiz verfügt weiterhin über keine Lagerungsmöglichkeit des bereits entstandenen atomaren Abfalls.
Die Endlagerungsfrage ist nicht gelöst und kann heute noch nicht mit Sicherheit garantiert werden.

 

Ökonomischer Unsinn ohne Versicherung

Eine Haftpflichtversicherungssumme von nur 1.8 Mia. Franken pro AKW ist wirklich eine Schande. Ein AKW würde
sich ohne diese indirekte Subventionierung vom Staat gar nicht über Wasser halten können.

 

Der Ausstieg ist möglich

Der Ausstieg aus der atomaren Energie ist möglich. Mit Effizienz und erneuerbaren Energien wäre der Ausstieg
problemlos machbar. Doch beginnen muss man jetzt. Solange der politische Wille fehlt, wird weiterhin alles
verzögert, was den alternativen Energien helfen würde.

Würde man beispielsweise 200'000 Elektroheizungen durch Holzheizungen ersetzen, hätte man 2 AKW eingespart.
Ein weiteres AKW mit Sparlampen und der Abschaffung des Standby-Modus.

 

Packen wir es an und beginnen wir jetzt! Der Weg der erneuerbaren Energien ist sauberer, sicherer, ökonomischer
und zukunftsorientiert!

 

Weitere Informationen:

Elango Kanakasundaram, 079 467 07 49 Co-Präsident NWA Bern

Aline Trede, 077 411 23 91, Co-Präsidentin NWA Bern