Unsere Forderungen heute

 

Mit der Besetzung des AKW-Geländes in Kaiseraugst haben wir einen Meilenstein gesetzt.

Aber wir sind auch nach über 30 Jahren noch nicht am Ziel.

 

Der Kampf geht weiter!

 

1.  
In Kaiseraugst wurde die Schweizer Atomlobby gestoppt. 
Die Besetzung war eine Pionierleistung gegen eine in ihren Konsequenzen unmenschliche Technologie.
Der Einsatz der Anti-Atom-Bewegung hat sich gelohnt.
Der Marktanteil der Atomenergie ist weltweit rückläufig:
Von knapp 20% auf heute noch 15% der Stromerzeugung.
Die Zahl der Länder, die Atomenergie weiter nutzen wollen, ist ebenfalls rückläufig.

 

2.  
Seit der Besetzung von Kaiseraugst sind alle Unfälle eingetroffen, die man damals von offizieller Seite für unmöglich hielt:
Eine Kernschmelze je in Harrisburg und in Tschernobyl, dort mit Millionen von Opfern, deren Schicksal von der Atomindustrie in menschenverachtender Weise bagatellisiert wird.

 

3.  
Wir erachten den Betrieb von Atomkraftwerken wegen der extremen Risiken als verwerflich.
Bei Unfall oder Terror muss mit der dauerhaften Verseuchung und Unbewohnbarkeit weiter Teile der Schweiz gerechnet werden.
Die heutigen Atomkraftwerke verfügen über keine angemessene Haftpflichtversicherung.
Zudem ist irgendwo auf der Welt eine Entschärfung des Atommüll-Problems in Sicht, welche die nachfolgenden Generationen von Risiken und Kosten dauerhaft befreien könnte.

 

4.  
Wir sprechen an dieser Stelle auch den schweizerischen Aufsichtsbehörden der HSK unser Misstrauen aus, weil sie sich immer wieder mit den Betreibern der Atomkraftwerke verbrüdern.
Am deutlichsten wird dies in der Art, wie sie das Terror-Risiko herunterspielen, für uns ein Skandal.

 

5.  
Wir verlangen von der Politik bessere Rahmenbedingungen, wie sie auch in den Nachbarländern gelten:

 

  • eine kostendeckende Vergütung für die Stromeinspeisung aus Biomasse, Geothermie, Wind- und Solarenergie
  • die Durchsetzung energieeffizienter Bauten, Geräte und Anlagen. Holz, Solarenergie und MinergieStandards können den Energieverbrauch stark reduzieren und sparen gleichzeitig Geld. Ineffiziente Technik muss aus dem Verkehr gezogen werden, namentlich Geräte mit hohen Standby-Verlusten, veraltete Elektroheizungen usw.
  • eine Marktöffnung im Stromsektor, die das faktische Atommonopol der Strombarone beendet
  • ein gesetzlich verankerter Anstieg des Anteils der erneuerbaren Energien am Stromverbrauch um mindestens 1 % pro Jahr, so wie in der Europäischen Union.