Regionalgruppe NWA Aargau
NWA Aargau ist präsent
und denkt an die Zukunft
Agenda:
NWA Aargau ist präsent
Montag, 12. August 2010 ab 09.30 Uhr
NWA Standaktion im Zentrum von Frick.
Nähere Auskunft: nwa-aargau@gmx.ch
Atommüll: So nicht!
Im Rahmen des Sachplans Geologische Tiefenlagerung finden ab anfangs September in den 6 potentiellen Standortregionen von Tiefenlagern Info-Veranstaltungen vom Bundesamt für Energie BfE sowie der NAGRA statt. Bis Ende Nov. 2010 kann sich die breite Bevölkerung dank Anhörungen dazu äussern. Es ist deshalb sehr wichtig, dass auch die vielen atomkritischen Stimmen gehört werden!
Wiederum in enger Zusammenarbeit mit SES, Schweizerische Energiestiftung, will deshalb NWA Aargau bei den geplanten BfE Anlässen präsent sein:
Wir wollen keinen Atommüll in unseren Boden!
Mittwoch, 1. Sept. 2010 in Unterbözberg (Region Bözberg)
Montag, 6. Sept. 2010 in Niedergösgen (Region Jura Südfuss)
Donnerstag, 9. Sept. 2010 in Glattfelden (Region Nördlich Lägern)
Rückblick auf Aktivitäten 2010
Atommüll: Vergraben und vergessen?
Zusammen mit regionalen Organisationen führte die Schweizerische Energiestiftung SES im Juni 2010 in fünf potentiellen Standortgegenden von Atommülllagern Informationsveranstaltungen durch.
NWA Aargau hat diese sehr gut besuchten Anlässe unterstützt. So fanden für die Bevölkerung rund um "Nördlich Lägern" in Schneisingen, beim "Bözberg" in Brugg und beim"Jura-Südfuss" in Olten sehr gut besuchte Info-Veranstaltungen statt. Es gab angeregte Diskussionen. Gleichzeitig wurden konstruktive Strategien für den Widerstand entwickelt.
Weitere Infos unter: www.energiestiftung.ch
Pfingstmontag, 24. Mai 2010
Auch NWA Aargau hat sich am Grossanlass
MenschenStrom gegen Atom beteiligt.
Viele Mitglieder von NWA Aargau und Solothurn sowie aus der ganzen Schweiz haben sich in der Nähe vom AKW Gösgen getroffen. NWA Solothurn hatte einen grossen Wagen organisiert. Die seitlich fixierten Riesentransparente von NWA AG und SO waren ein ausgezeichneter Blickfang.
Mit dabei waren dank Iris Frei die 70 Plakate von Kaiseraugst und wurden in einer schönen Reihe in Mühledorf und später Olten aufgehängt. Einige NWA Leute trugen sie auf als gut sichtbare "Sandwichplakate" auf dem ganzen Weg mit.
Aernschd Born brachte mit seinen eindrücklichen atomkritischen Songs sorgte gleich zu Beginn für viel motivierende Stimmung.
Ruedi Rechsteiner hielt bei der Abschlusskundgebung in Olten eine fulminante Rede.
Vielen Dank allen, welche an diesem unvergesslichen Event mitgewirkt haben!
Weitere Infos und Fotos unter:
www.menschenstrom.ch
Standaktionen am 1. Mai 2010
in Aarau und in Rheinfelden.
NWA Aargau NWA Schweiz Gewaltfreie Aktion Kaiseraugst
Vor 35 Jahren am 1. April 1975 wurde das AKW Gelände in Kaiseraugst besetzt.
Am Donnerstag, 1. April 2010 trafen sich ehemalige Besetzer/innen und junge engagierte AKW Gegner/innen auf dem denkwürdigen Gelände in Kasieraugst.
Bei heftigem Regen und Wind wurden Pflöcke eingeschlagen:
- 35 gute Gründe gegen Atomkraft
- 35 noch bessere Gründe für eine Zukunft ohne AKW
In 35 Jahren ist die Schweiz Atomstrom-frei!Allen Beteiligten dankt NWA Aargau für den grossen Einsatz. Nähere Infos unter www.niewiederakw.ch
Mitgliederversammlung mit Event
vom 20. März 2010:
Damals - heute -morgen
Blick auf eine atomfreie Zukunft
Eingeladen hatte NWA Aargau seine Mitglieder ins Berghaus Schafmatt, einem symbolträchtigen Ort. Denn von diesem Aussichtspunkt oberhalb Aarau erblickt man neben der hügeligen Juralandschaft im weiten Mittelland auch die Dampffahne vom Atommeiler Gösgen. Ein starker Wind blies und setzte damit eine funktional perfekt ausgeklügelte, kleine Modellturbine in Aktion; eine ausgereifte zukunftsweisende Technologie zur Stromerzeugung mit erneuerbaren Energien.
An der gut besuchten Mitgliederversammlung beschrieb die Präsidentin von NWA Aargau, Lotty Fehlmann Stark, die erfolgreiche Vereinstätigkeit im vergangenen Jahr.
Doch zukünftig werden die Herausforderungen noch zunehmen. So gilt es zu verhindern, dass die geplanten neuen AKWs, z. B. Gösgen und Beznau, gebaut werden. Dies ist eine dringende Forderung, denn auch die Probleme einer sicheren Lagerung der atomaren Abfälle sind noch keineswegs gelöst.
Im Ausblick für 2010 wurde erwähnt, wie wichtig für NWA Aargau eine möglichst breite Präsenz im ganzen Kanton sowie die Vernetzung mit andern Organisationen und politischen Parteien sein wird.
Unter dem Motto „Damals – heute – morgen“ kam die Besetzung vom Gelände des einstmals geplanten AKW in Kaiseraugst zur Sprache, zuerst mit einem eindrücklichen Filmdokument, erläutert von Peter Scholer, welcher dies vor 35 Jahren miterlebt hatte. Der bekannte Liedermacher und Geschäftsführer von NWA Schweiz, Aernschd Born, griff in die Saiten seiner Gitarre und sang seine eindrücklichen „Besetzerlieder“ aus jener Zeit und heutige Songs. Reto Rigassi, Elektroingenieur, verglich in seiner Präsentation die riesigen technologischen Fortschritte von damals bis heute; z. B. ein riesiger „Natel“ Telefonkasten gegenüber den heutigen kleinen Alleskönnern, den iPhones. Doch im Gegensatz dazu bleibt die AKW Technologie genau so veraltet wie damals…
Grund genug für NWA Aargau sich auch zukünftig gegen AKWs zu wehren und sich vehement für erneuerbare Energien einzusetzen.
Standaktion am 20.Februar 2010
in der Altstadt von Baden
Medienmitteilungen und Stellungnahmen 2010
7. Juli 2010
Richtplanverfahren Neues Kernkraftwerk Niederamt
Einwendungen von NWA Aargau:
Auf den Bau eines neuen Atomkraftwerkes Gösgen 2 soll ersatzlos verzichtet werden.
Denn damit wird der Weg frei für eine breit gefächterte regionalwirtschaftliche Entwicklung, welche sich in erster Linie auf die Erschliessung der regionalen einheimischen erneuerbaren Energiequellen und auf die systematische Verbesserung der Energieeffizienz - insbesondere im Gebäudesektor -
abstützt und vorwiegend den einheimsichen Gewerbeunternehmen Aufträge bringt.
Auf Abgeltungen für Standortnachteile soll ersatzlos und unwiderruflich verzichtet werden.
28. Mai 2010
Stellungnahme zum kantonalen Richtplanverfahren "Ersatzkernkraftwerk Beznau"
NWA Nie Wieder Atomkraftwerke Aargau lehnt grundsätzlich den Bau und Betrieb von jeglichen Atomkraftwerken ab.
In der vorliegenden Richtplananpassung werden explizit alle Sicherheitsaspekte und Risiken um Atommeiler ausgeblendet, da dies Bundessache sei.
Doch ohne Einbezug des riesigen Gefahrenpotentials ist eine seriöse Evaluation schlicht unmöglich. Denn die zentrale Frage für eine Richtplananpassung im Hinblick auf ein mögliches neues Atomkraftwerk ist diejenige, ob der gewählte Standort der Richtige ist.
Diese Frage kann aufgrund der vorhandenen Unterlagen nicht beantwortet werden. Eine eingehende Prüfung der wesentlichen Voraussetzungen eines Standortes für den Bau eines Atomkraftwerkes fehlt vollständig, ist jedoch als Grundlage für eine Beantwortung unabdingbar.
Auch eine umfassende Prüfung von Alternativstandorten fehlt komplett.
Bei einer Prüfung möglicher Standorte müssten zum Mindesten die folgenden Kriterien umfassend beurteilt werden:
- Sicherheit: Schadenskosten im Falle von einem GAU
- langfristige sozioökonomische Effekte auf die Region.
Für eine Richtplananpassung von dermassen weit reichenden Konsequenzen wie bei einem Atomkraftwrk muss zuerst erwiesen sein, dass der Bau notwendig ist, was auf Bundesebene entschieden wird. Es ist deshalb nicht einzusehen, weshalb bereits heute in vorauseilendem Gehorsam eine kantonale Richtplananpassung durchgeführt wird.
Irgendwelche Versprechungen von finanziellen Abgeltungen gehören nicht in ein Richtplanverfahren. Denn mit dieser tendenziösen Frage werden die Gemeinden rund um das Atomkraftwerk gezielt mit Geld um positive Antworten geködert.
NWA bestreitet, dass die sog. "Stromlücke" ab 2020 nur dank Atomstrom gedeckt werden kann.
Ganz im Gegenteil: die aktuellen Entwicklungen in Deutschland, sowie das Szenario IV des Bundesamtes für Energie zeigen auf, dass eine kontinuierliche adäquate Stromversorgung in der Schweiz durchaus mit anderen Energiequellen, d.h. Förderung von erneuerbaren Energien und Energieeffizienz machbar ist.
Bei diesem Richtplanverfahren werden letztlich nur äussere ästhetische Aspekte behandelt. So wird der Bevölkerung suggeriert, dass die Landschaft intakt erhalten bleibt dank tiefen Kühltürmen oder dem Verzicht einer Dampffahne. Gleichzeitig wird jedoch die ganze Tragweite der atomaren Gefährdung völlig unterschlagen.
NWA Aargau lehnt folglich diesen tendenzösen Fragebogen ab und verlangt stattdessen echte demokratische Meinungsäusserungen.
6. Mai 2010 Gemeinsame Medienmitteilung:
Kritischer Zustand von Atomkraftwerken
Die Atomkraftwerke Beznau und Gösgen weisen laut Aufsichtsbehörde nur eine ausreichende Betriebssicherheit auf. Diese Feststellung einer amtlichen Behörde ist, angesichts des riesigen Gefahrenpotentials, welches Atomkraftwerke haben, alarmierend.
Denn nach unseren Informationen ist die Betriebssicherheit des Atomkraftwerkes Beznau
keineswegs ausreichend, sondern ungenügend, da mehrere grosse, längst fällige Nachrüstungen erst in zwei bis vier Jahren stattfinden. Das betrifft unzulässig abgenützte Rohre des Sekundärkreislaufes, die rissbehafteten Reaktordeckel und die kritische Notstromversorgung.
Dieser Zustand widerspricht unseres Erachtens den gesetzlichen Vorschriften gemäss Verordnung des UVEK über die Methodik und die Randbedingungen zur Überprüfung der Kriterien für die vorläufige Ausserbetriebnahme von Kernkraftwerken.
Wir haben daher, zusammen mit verschiedenen weiteren Organisationen im November 2009
eine Aufsichtsbeschwerde bei Herrn Bundesrat Leuenberger eingereicht mit dem Antrag, Beznau vorläufig ausser Betrieb zu setzen, bis die offensichtlichen und offiziell festgestellten Mängel
behoben wirden sind. Das Verfahren ist nach wie vor hängig.
Lotty Fehlmann Stark, Präsidentin NWA Aargau
Andreas Knobel, Präsident NWA Solothurn
Jürg Aerni und Jürg Joss, Fokus Antiatom
26. Februar 2010
NWA AG Medienmitteilung und Stellungnahme zur sog. Sicherheit von atomaren
Tiefenlagern gemäss Überprüfung des ENSI bei potentiellen Standorten.
"Bereits wengie Tage nach iher Gründung im Dezember 2008 hat die Regionalgruppe NWA AG bei zwei öffentlichen Info-Anlässen von Kanton und Bund sich klar gegen potentielle atomare
Tiefenlager ausgesprochen, beim Bözberg und in Aarau. Der Slogan "Kein Atommüll in unseren Boden" gilt nach wie vor, denn nach heutigen wissenschaftlichen Erkenntnissengibt es keine verlässliche technische Methode, um über Jahrtausende die Sicherheit vor atomarer Verstrahlung zu garantieren. Im Gegenteil mit der Gefährdung einer ganzen Region wegen des undichten und verseuchten Tiefenlagers Asse in Deutschland und auch neueren Endlagern ist erwiesen, dass es
ohne eine massiv verbesserte Technologie gegenüber den kommenden Generationen verantwortungslos ist, irgendwelche deifinitive Standorte in der Schweiz auszuwählen. NWA Aargau wehrt sich vehement dagegen, dass sich das ENSI letztlich für jene Standortregion entscheidet, wo am wenigsten politischer Widerstand zu erwarten ist. Wir verlangen hingegen zukünftig eine verbesserte sachliche Information und echte demokratische Mitsprachemöglichkeiten der betroffenen Bevölkerung."
NWA AG konnte auch in verschiedenen Medien eine kritische Stellungnahme abgeben.