Einwendungen gegen die Richtplanänderung im Kanton Solothurn

 

Herzlichen Dank allen, welche gegen die geplante Richtplanänderung im Kanton Solothurn eine Einwendung geschrieben haben. Wir sind gespannt auf die Reaktion des Kantons.

Die Einwendung von NWA-Solothurn ist unten. Wir haben uns auf "raumplanerische" Punkte beschränkt. Natürlich ist auch sonst viel gegen die Atomenergie zu sagen.

Wir werden alle Argumente über den Sommer in ein Argumentarium umformen, die bei Stammtischdiskussionen, 1. Augustreden oder in Leserbriefen Verwendung finden können.

Als nächstes droht im Herbst die Diskussion ums Endlager, die wir natürlich auch führen werden.

Vortrag Niedergösgen und Einwendung NWA-Solothurn

20100623_Vortrag.pdf

Einwendung_NWA-SO.pdf

Zonenplan "Sicherer Strom" sichererstrom.ch

Der Greenpeace Flashmob Zürich-Bern vom 25.05.2010 ist auf Youtube zu sehen:

 

http://www.youtube.com/watch?v=M0oe7k7M4IU

 

 

Die Antiatombewegung ist wieder da

Gösgen/Olten: Zwischen 4000 und 5000 Personen demonstrierten heute gegen den Ausbau der Atomkraft und für die vermehrte Nutzung der vorhandenen erneuerbaren Energien.

Mehr: http://www.menschenstrom.ch/

Medienecho: http://www.menschenstrom.ch/?page_id=601

 

 

 

 

Nicht verpassen! Atommüll XY ungelöst - Info-Veanstaltung

Wo: Stadthaus Olten

Wann: 22. Juni 2010 um 19 Uhr

Ein Info-Veranstaltung der SES (Schweizerische Energiestiftung) in Zusammenarbeit mit NOE (Niederamt ohne Endlager).

 

 

 

Bravo Dulliken!

Stellungnahme der Gemeinde Dulliken zum Berichtsentwurf zur Anpassung des Kantonalen Richtplanes

 

Anlässlich der Gemeinderatssitzung vom 10. Mai 2010 hat der Dulliker Gemeinderat die Anpassung des kantonalen Richtplanes für ein zweites Kernkraftwerk im Niederamt einstimmig und kategorisch abgelehnt .

Siehe die vollständige Stellungnahme >>

 

 

 

Bericht der Mitgliederversammlung

vom 7. Mai 2010 in Solothurn

 

Die erste ordentliche Mitgliederversammlung des Vereins NWA-SO (Nie Wieder Atomkraftwerke - Regional Gruppe Solothurn) fand letzten Freitag unter der Leitung von Co-Präsident Philipp Hadorn (Gerlafingen) in Solothurn statt.

 

Andreas Knobel, der zweite Co-Präsident, informierte die aufmerksamen und engagierten Mitglieder  über die Aktivitäten des Vereins im ersten Jahr seit seiner Gründung. Dazu gehören die Einsprache gegen die vom Bundesrat beschlossene unbefristete Betriebsbewilligung des KKW Mühleberg und die Forderung an das UVEK um Abschaltung des KKW Beznau 1 (Brief von November 2009 an Bundesrat Leuenberger) wegen gravierender Sicherheitsmängel. Zu erwähnen sei die ausgezeichnete Kollaboration mit anderen Organisationen wie Fokus Anti-Atom  oder dem Schwesterverein NWA-Aargau.

 

Am Pfingstmontag, 24. Mai 2010, findet die Grossaktion "Menschenstrom gegen Atom" statt, welche von NWA-SO unter 70 anderen Organisationen aktiv mitgetragen und vorbereitet wird (www.menschenstrom.ch).

 

Im weiteren statuarischen Teil wurde der gesamte bisherige Vorstand mit seinen 2 Co-Präsidenten und Marco Majoleth als neuem Vorstandsmitglied  gewählt.

Im informativen 2. Teil wartete Jürg Joss von Fokus Anti-Atom mit einem höchst interessanten und detaillierten Vortrag auf zum Stand der AKW-Neubau-Pläne in der Schweiz.  Neben den bekannten ungelösten Problemen (Abfälle, Uran Abbau, gigantische Kosten und Neben- (und versteckten) Kosten) wurden die verschiedenen Reaktortechnologien (Druck- und Siedewasserreaktoren) und Kühlturmtypen erklärt. Der von der Alpiq für das Kernkraftwerk Niederamt vorgesehene Hybrid-Kühlturm ist zwar weniger hoch als der bisherige, braucht aber für die Ventilation bis zu 10% der produzierten Energie und verursacht sehr viel Lärm (60 dB in 400 m Distanz), welcher die Nachtgrenzwerte bei weitem übersteigt.

 

Jürg Joss illustrierte die Grösse des Vorhabens am Standort Mühleberg: Der Bau eines neuen AKW würde 8 Jahre dauern und das Land von zwei Bauernhöfen kosten, allein um den Aushub und Material aus- oder zwischenzulagern. Neue Hochspannungsleitungen müssten gebaut oder bestehende bis zur maximalen Kapazität belastet werden. Es wäre für den Bau mit nicht weniger als 800'000 Lastwagenfahrten  zu rechnen.

 

Alle Teilnehmende werden sich am nächsten Pfingstmontag im "Menschenstrom gegen Atom" wieder treffen. (jl)

 

 

 

MEDIENMITTEILUNG

Zum kritischen Zustand von Atomkraftwerken

6. Mai 2010

 

Die Atomkraftwerke Beznau und Gösgen weisen laut Aufsichtsbehörde nur eine ausreichende Betriebssicherheit auf. Diese Feststellung einer amtlichen Behörde ist, angesichts des riesigen Gefahrenpotentials, welches Atomkraftwerke haben, alarmierend.

 

Denn nach unseren Informationen ist die Betriebssicherheit des Atomkraftwerkes Beznau keineswegs ausreichend, sondern ungenügend, da mehrere grosse, längst fällige Nachrüstungen erst in zwei bis vier Jahren stattfinden. Das betrifft unzulässig abgenützte Rohre des Sekundärkreislaufs, die rissbehafteten Reaktordeckel und die kritische Notstromversorgung. Dieser Zustand widerspricht unseres Erachtens den gesetzlichen Vorschriften gemäss der Verordnung des UVEK über die Methodik und die Randbedingungen zur Überprüfung der Kriterien für die vorläufige Ausserbetriebnahme von Kernkraftwerken.

Wir haben daher, zusammen mit verschiedenen weiteren Organisationen, im November 2009 eine Aufsichtsbeschwerde bei Herrn Bundesrat  Leuenberger eingereicht mit dem Antrag, Beznau vorläufig ausser Betrieb zu setzen, bis die offensichtlichen und offiziell festgestellten Mängel behoben worden sind. Das Verfahren ist nach wie vor hängig.

 

Lotty Fehlmann Stark, Präsidentin NWA Aargau
Andreas Knobel, Präsident NWA Solothurn
Jürg Aerni, Fokus Antiatom

 

 

 

24. Mai 2010 - Marsch gegen neue AKW

MenschenStrom gegen Atom

 

Die Stromkonzerne wollen drei neue AKW bauen. Dagegen wehren wir uns!

 

Der MenschenStrom führt am Pfingstmontag, 24. Mai 2010 Kinder, Jugendliche und Erwachsene aus allen Landesteilen der Schweiz sowie aus Deutschland, Österreich und Frankreich zusammen.  

 

NWA-Bern unterstützt diesen Anlass und gehört ebenfalls zur Trägerschaft. Mehr Infos dazu gibt es auf der offiziellen Homepage:

 

 

Gründung Regionalgruppe NWA Solothurn

 

Rund fünfzig Gegnerinnen und Gegner des geplanten Kernkraftwerks Gösgen 2 kamen am 25. Juni in Olten zur Gründung der Regionalgruppe NWA-Solothurn zusammen. Der Verein verfolgt das Ziel, sich für erneuerbare Energie und Energieeffizienz einzusetzen und damit den Bau von Atomkraftwerken zu verhindern. 

 

Mit den Rahmenbewilligungsgesuchen für drei neue Atomkraftwerke ist der Ausbau der Atomenergie von der Atomlobby in der Schweiz neu lanciert worden. Als Standort des Atomkraftwerks Gösgen und des geplanten Atomkraftwerks Gösgen 2 ist der Kanton Solothurn unmittelbar betroffen. Die NWA-Solothurn ist eine Regionalgruppe der NWA-Schweiz, welche sich schon in den 1970er Jahren in der Nordwestschweiz erfolgreich gegen das Atomkraftwerk Kaiseraugst gewehrt hat. Die NWA-Solothurn wird als überparteilicher Verein vielseitige Aktivitäten verfolgen:

  • Sie wird sich für erneuerbare Energie und Energieeffizienz einsetzen und damit gegen den Bau neuer Atomkraftwerke sowie den Weiterbetrieb der bestehenden AKW stark machen.
  • Sie wird aktiv am Gesetzgebungs- und Planungsverfahren teilnehmen und so alle rechtlichen und politischen Möglichkeiten für eine Energiezukunft ohne Atomkraftwerke ausschöpfen.
  • Sie wird sich durch Information und Aufklärung der Bevölkerung sowie der Behörden aktiv am Meinungsbildungsprozess beteiligen.

An der Gründungsversammlung wies Energiefachfrau Sabine von Stockar (SES) darauf hin, dass es sich bei den drei geplanten Atomkraftwerken mit einer Leistung von 4.8 GW nicht um einen Ersatz der drei ältesten AKWs (Leistung insgesamt 1 GW) handle, wie von der Stromwirtschaft stets behauptet wird, sondern um einen massiven Ausbau. AKW-Betreiber würden diesen fordern, obwohl gemäss dem Energieszenarium IV des Bundes der Strombedarf der Schweiz ganz aus erneuerbaren Quellen gedeckt werden könnte, falls gleichzeitig  Massnahmen zur Effizienzsteigerung ergriffen würden.

Nationalrat Ruedi Rechsteiner zitierte sodann in seinem Referat Atel-CEO Giovanni Leonardis Aussage, dass erneuerbare Energien etwas für die Stellen hinter dem Komma seien. Herr Leonardi rechne falsch: In Wirklichkeit seien in Europa im Jahre 2008 Windkraftwerke mit einer Leistung von 8 GW, dem 8-fachen vom AKW Gösgen,  und Solarzellen mit einer Leistung von 4 GW installiert worden, während es neue Atomkraftwerke bloss auf 0.3 GW gebracht hätten. Damit seien die erneuerbaren Energien nicht etwas für die Zukunft, sondern etwas für die Gegenwart, und dies auch in der Schweiz.

Der Vorstand von NWA-Solothurn besteht aus Roberto Aletti, Beat Hodel, Jacques Laville (alle Niedergösgen), Käthi Walde Hunkeler (Schönenwerd), sowie Philipp Hadorn (Gerlafingen) und Andreas Knobel (Däniken), welche den Verein im Co-Präsidium führen werden.