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Aktuell Detail

Mühleberg stilllegen! NWA wird von BKW informiert   26.02.2015

Zeitplan

Das Stilllegungsprojekt ist fertig, jetzt müssen noch Begleitberichte wie der Umweltverträglichkeitsbericht geschrieben werden. Das Paket wird Ende 2015 zur Bewilligung eingereicht. Das Verfahren durch die Behörden und ein allfälliger Rechtsweg sollten nicht länger als bis 2019 dauern. Es sei allerdings erst ein Konzept, das da vom ENSI bewilligt wird, kein Detailprojekt. Dieses ergebe sich erst später noch, von 2016 bis 2019, in Absprache mit dem ENSI, ohne formelles Verfahren. Wie das konkret läuft ist noch unbekannt.

Die Ausserbetriebnahme im 2019 ist beschlossen, aber noch ist nicht klar, wann genau. Vielleicht fahre man einen langen Zyklus, bei dem die Brennstäbe ganz ausgenutzt werden. Ziel sei es, möglichst wenig nicht ausgenutztes Uran drin zu haben, mit schwächeren Stäben. Das ergebe weniger Restwärme, und benötige weniger Behälter, was Kosten spart.

2020 beginnt der Rückbau, 2024 ist ein Grossteil des nuklearen Rückbaus fertig, die Anlage wird brennelementfrei. 2027 müsse man wissen, was die Nachnutzung sei, ein Industrieareal oder die grüne Wiese. Die Herstellung der grünen Wiese ist aufwändiger. 2031 müsste der konventionelle Rückbau fertig sein, 2034 ist das Areal bereit für die Nachnutzung.

Maschinenhaus und Abklinglagerung

Das AKW wird von innen nach aussen abgebaut. Um all die Bearbeitungsschritte am radioaktiven Material nicht unter freiem Himmel durchführen zu müssen wird in einer frühen Phase das Maschinenhaus geräumt und zu einem Zentrum der Materialbearbeitung umgebaut. Allerdings muss es wegen dem fehlenden Strahlenschutz und den fehlenden Filtern noch umgebaut werden.

Ein Ärgernis für die BKW ist die laufende Verschärfung von Verordnungen und Richtlinien. Leicht radioaktives Material, das nach heutigem Recht einfach deponiert werden kann, muss nach neuem Recht noch 30 bis 100 Jahre in eine Abklinglagerung, bevor es deponiert werden kann. Wo diese Abklinglagerung stattfinden soll ist unklar. Das ist ein Beispiel von Kosten, die in der Kostenstudie 2011 noch fehlen.