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Infos AKW-CH + Fessenheim



Österreich vs. Mühleberg - die Studie
Die Studie des österreichischen Umweltbundesamts (Wien, 2012)

Beznau: Risse im AKW
Benzau-Cartoon Download mit Klick auf das Bild
Download 300 dpi 

Das umfangreiche Faktenblatt von Fokus AntiAtom



Die Schweiz beteiligt sich offenbar an der Entwicklung von Schnellen
Reaktoren/Brütern:
       "An 80 MWt experimental demonstration GFR, ALLEGRO, is planned
       by Euratom by 2011.  It will incorporate all the architecture
       and the main materials and components foreseen for the GFR
       without the power conversion system.  Euratom, France, Japan and
       Switzerland have signed on to System Arrangements (SA) for the
       GFR under the Framework "
Diese Aussage ist zu finden in der Encyclopedia of Earth

Was kostet Strom aus Kernkraftwerken wirklich?

Essay von Stefan Kellenberger
Die vorliegenden Berechnungen untersuchen losgelöst von der gegenwärtigen Diskussion, ob es volkswirtschaftlich überhaupt sinnvoll ist, auf Kernenergie zu setzen. Es wird in der Gesellschaft immer stärker die Meinung vertreten, dass alle Produkte und Dienstleistungen über den gesamten Life-Cycle auf deren Kosten für den Nutzer und die Umwelt betrachtet werden sollen. Das heisst, dass jedes Produkt nicht nur nach seinem Anschaffungspreis und eventuell noch nach seinem Ressourcenverbrauch im Betrieb, sondern auch nach dessen Entsorgung beurteilt wird, so dass letzten Endes der Zustand einer vorab existierenden „grünen Wiese“ nach der Nutzung wieder hergestellt wird.
Zum Essay
Eine weitere Website zum Thema: http://atomrechnung.ch/

Gefährdung der Bevölkerung der Schweiz durch Kernkraftwerke: Eine Analyse
2011 hat Geograph Ralph Straumann ein privates Projekt verfolgt: Eine Analyse der Gefährdung der Schweizer Bevölkerung durch Schweizer Atomkraftwerke (AKW) und Atomkraftwerke im benachbarten Ausland. Die Leitfrage der Analyse ist:

Welche AKW setzen wieviele Menschen in ihrem Umland einer Gefährdung aus?

Untersucht wurden acht AKW in der und um die Schweiz.

Zur Analyse


Atomausstieg - Aktivitäten im Bundeshaus

Download Übersicht: Entscheide zu den Vorstösse in der a.o. Session im Ständerat „Kernenergie und alternative Energien“ vom 28. und 29. September 2011


Überraschender Kompromiss zum Atomausstieg
27/09/2011 - Von Hubert Mooser. Der Ständerat wollte – anders als der Nationalrat – nur den Bau neuer AKW «der heutigen Generation» verbieten. Doch heute Morgen kam es zu einem Entscheid, der wegweisend sein könnte. | tagesanzeiger.ch

Die Akte Mühleberg

Von Thomas Angeli und Otto Hostettler. 25/05/2011 - Noch bevor es erstmals Strom produzierte, kam es im AKW Mühleberg zu gravierenden Zwischenfällen. Beobachter-Recherchen zeigen nun: Was bis heute folgte, waren mehr Pannen und Versäumnisse als bisher bekannt. | Zur Beobachter-Akte

«Keine Extrawurst für die BKW»
Von Stefan von Bergen. 20/08/2011 - Ist der Berner Klimahistoriker Christian Pfister ein AKW-Gegner, der mit seiner Forscherkritik an der BKW das Ende des AKW Mühleberg beschleunigen will? Er dementiert – und präzisiert seine Einwände gegen die Risikoevaluation für Mühleberg. | Berner Zeitung

Sitzblockade für AKW-Abschaltung
18/08/2011 - Nach ihrem Protestcamp in Bern will eine Gruppe von AKW-Gegnern erneut Druck machen für die Abschaltung des Kernkraftwerks Mühleberg. Dazu greifen die Aktivisten zum Mittel der Sitzblockade. | www.tagesschau.sf.tv

AKW-Sicherheit: 13 Organisationen fordern Offenlegung der Akten
17/08/2011 - Am 15. August 2011 mussten die Schweizer AKW-Betreiber laut Verfügung des Eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorats ENSI den Zwischen-Statusbericht zu den EU-Stresstests abgeben. Angesichts eines wachsenden Misstrauens dem ENSI gegenüber und angesichts überhasteter, aber nicht offengelegter Nachrüstungen beispielsweise beim AKW Mühleberg werden dreizehn Organisationen und Parteien der AKW-Standortkantone – darunter viele regionale Ableger von Mitgliedern der Allianz «Nein zu neuen AKW» – aktiv:
In einem offenen Brief an Bundesrätin Doris Leuthard verlangen sie uneingeschränkte Akteneinsicht und Mitbestimmungsmöglichkeiten anlässlich der Verfahren im Gefolge der Atomkatastrophen in Japan. | mehr

Aargauer Politiker geben Beznau III nicht auf
Von Vincenzo Capodici 17/08/2011 - Der Fukushima-Effekt verpufft. Im Aargau möchte eine Kommission des Parlaments den Weg für ein neues AKW offenhalten. Das sei keine Zwängerei, sagt der Kommissionspräsident. | Baseler Zeitung

«Ziel sind noch 30 Jahre für Fessenheim»
Von Peter Schenk. 15/08/2011 - Fessenheim-Direktor Thierry Rosso ist von der Sicherheit des elsässischen Atomkraftwerks Fessenheim überzeugt. Im BaZ-Interview nimmt er Stellung zur Kritik an seinem AKW. | Baseler Zeitung

Was den AKW für Rekordfluten drohen

15/07/2011 - Die Berner Historiker Oliver Wetter und Christian Pfister blicken in ihrer brandneuen Studie über die Rheinhochwasser in Basel zurück bis ins Jahr 1286. Ihre Daten sind für AKW-Betreiber, die die Hochwassersicherheit belegen müssen, Gold wert. | Berner Zeitung


Mühleberg: Als der Torus vibrierte
26/05/2011
Im AKW Mühleberg gab es schon vor der Inbetriebnahme Probleme. Mit der Nachrüstung liess man sich Zeit.

«Muhleberg? Oh yes, I was there», erinnert sich Dale Bridenbaugh: «Lovely countryside you got there.» Irgendwann im Verlauf des Jahres 1973 müsse das gewesen sein, sagt der heute 80-Jährige: «Soweit ich mich erinnere, lief das AKW damals gut.»

Der Besuch des damaligen Managers von General Electric (GE) muss jedoch einen Grund gehabt haben, denn Bridenbaugh war beim AKW-Bauer für Kundenreklamationen zuständig: «I was the complaints department.» Tatsache ist: Ein paar Monate vor Bridenbaughs Visite gab es in Mühleberg Grund zu Reklamationen – und zu Besorgnis: Bei einem Inbetriebnahmeversuch begann der Torus, der mächtige, unterhalb des Reaktorkerns gelegene Stahlring, der zur Kühlung des Reaktors dient, wegen einer zu hohen Wassertemperatur zu vibrieren. Kurz zuvor war ein ähnliches Problem bereits im deutschen AKW Würgassen aufgetreten. «Damit hatte man nicht gerechnet», sagt Dale Bridenbaugh: «Es war ein Fehler im Design der Anlage.» Die Folgen dieser Vibrationen erläutert Bridenbaugh in der aktuellen Titelgeschichte des «Beobachters» («Die Akte Mühleberg»): «Wenn diese Vibrationen zum Bruch des Torusrings führen, besteht die Gefahr, dass das ganze Containment nicht mehr hält.»

Bei der US-Atomaufsicht, der Atomic Energy Commission (AEC), war wegen des Problems jedoch schon längst Feuer im Dach. Schon 1971 – das AKW Mühleberg war da noch im Bau – zeigten sich Experten besorgt darüber. Am 20. September 1972 schrieb Stephen A. Hanauer, Sicherheitsverantwortlicher bei der AEC, in einem Memorandum: «Ich empfehle, dass (…) die AEC vom weiteren Gebrauch von Druckabbau-Containments abrät und dass dieses Design nicht mehr bewilligt wird.» Die Empfehlung kam bei Hanauers Kollegen nicht gut an: Die Idee sei zwar «irgendwie attraktiv», schrieb Joseph M. Hendrie, der spätere Chef der amerikanischen Atomaufsicht: «Aber sie könnte das Ende der Atomenergie bedeuten. Das würde den Weiterbetrieb der bewilligten Werke in Frage stellen (…) und würde ganz generell mehr Aufruhr verursachen, als ich mir vorzustellen wage.»

Erst 1975 packte man das Problem bei General Electric an. Allerdings nicht so, wie es sich Dale Bridenbaugh und zwei Kollegen vorgestellt hatten: «Unserer Ansicht nach hätte man die Reaktoren sofort vom Netz nehmen und umbauen müssen», erinnert sich Bridenbaugh. Davon wollte man in den USA jedoch nichts wissen, «und die europäischen Betreiber dieser Anlagen richteten sich mehrheitlich nach dem Vorgehen in den USA». Sprich: Die Anlagen wurden weiterbetrieben und erst nach und nach so umgebaut, dass die gefährlichen Vibrationen im Torus nicht mehr vorkommen können.

Dale Bridenbaugh und seine Kollegen wollten das nicht verantworten und traten zurück – was zumindest in den USA für einigen Wirbel sorgte. Die «GE Three» galten fortan als Whistleblower der ersten Stunde in Sachen Atomkraftwerke. Auf das Tempo, mit dem die dringend benötigten Nachbesserungen vorgenommen wurden, hatten ihre öffentlichen Warnungen jedoch kaum Einfluss. Die Atomindustrie liess sich reichlich Zeit, um die Torusringe sicherer zu machen. Nicht nur in den USA, auch in Mühleberg: Die letzten Massnahmen zur Vermeidung der Vibrationen im Torus wurden 1982 ausgeführt – zehn Jahre, nachdem die Probleme aufgetreten waren.

Alles weitere erfahren Sie in Beobachter Nummer 11/2011.

Quelle: angelis ansichten - der energie und umweltblog